Was zu einem kompletten Amazon Listing gehört
Bevor du Angebote vergleichst, klär, was drin ist. „Ein Listing“ kann bei einem Anbieter nur den Titel heißen und beim nächsten das Komplettpaket mit Fotos. Ein vollständiges Listing besteht aus:
- Keyword-Recherche mit Suchvolumen für deinen Marktplatz.
- Titel mit höchstens 75 Zeichen und Artikel-Highlights bis 125 Zeichen.
- Fünf Bulletpoints, Produktbeschreibung und versteckten Suchbegriffen bis 249 Bytes.
- Attributen und der richtigen Kategorie, damit du in Filtern auftauchst.
- Hauptbild auf Reinweiß, das Produkt füllt mindestens 85 % der Fläche, und Galeriebildern. Amazon empfiehlt mindestens sechs Bilder.
- A+ Content, wenn deine Marke in der Brand Registry eingetragen ist.
- Pflichtangaben wie Herstellerkontakt und Warnhinweise nach der Produktsicherheitsverordnung GPSR.
Fehlt in einem Angebot die Keyword-Recherche, bekommst du schöne Texte, die keiner findet. Fehlen die Bilder, zahlst du den Fotografen extra.
Vier Wege im Vergleich
| Selbst machen | Freelancer | Agentur | Listimo | |
|---|---|---|---|---|
| Kosten je Produkt | KI-Chat-Abo ca. 23 € im Monat plus deine Stunden | ca. 50 bis 400 US-$, Bilder und Texte meist getrennt | ca. 900 bis 3.500 € mit Bildern und A+ | ca. 16 bis 20 €, mit A+ ca. 31 bis 39 € |
| Dauer | Stunden je Produkt | je nach Auftrag | meist 2 bis 3 Wochen | wenige Minuten |
| Auf echten Amazon-Daten aufgebaut | nein, die KI rät | nein | je nach Agentur | ja: 291 Mio. gemessene Suchanfragen, Kundenstimmen aus Rezensionen |
| Amazon-Regeln geprüft | du selbst | je nach Freelancer | ja | ja, eingebaut |
| Ware verschicken | nein | nein | oft ja | nein, ein Handyfoto reicht |
| Weitere Marktplätze | du selbst | gegen Aufpreis | gegen Aufpreis | 12 Marktplätze in Landessprache, ohne Aufpreis |
Die Spannen anderer Anbieter stammen aus öffentlich einsehbaren Preislisten, Stand 12.10.2026, netto. Den vollständigen Vergleich mit Fotostudio, A+ Content und einem Rechenbeispiel für zehn Produkte findest du unter Was kosten Amazon-Produktbilder und A+ Content?
Selbst machen: kostet kein Geld, aber Zeit
Ein Listing selbst zu erstellen kostet dich vor allem Zeit: Keywords recherchieren, 75 Zeichen bauen, Bytes zählen, Bilder fotografieren und freistellen, alles gegen Amazons Regeln prüfen. Mit einem KI-Chat geht das Schreiben schneller. Nur kennt der Chat weder die Suchvolumen deiner Nische noch die Gründe, aus denen Käufer dort zurückschicken. Er rät.
Amazons eigene KI in Seller Central schreibt dir ebenfalls Titel, Aufzählungspunkte und Beschreibung, ohne eigene Gebühr. Welche Begriffe wie oft gesucht werden, zeigt sie dir aber nicht, und Listing-Bilder erzeugt sie laut den öffentlichen Quellen nicht. Wie weit sie reicht, steht im Vergleich der Amazon-KI mit Listimo.
Wer es selbst machen will, findet den Weg Schritt für Schritt in der Academy-Lektion Amazon-Listing erstellen. Plan für das erste Produkt ruhig mehrere Stunden ein.
Freelancer: günstig, aber in Teilen
Auf Freelancer-Plattformen bekommst du Texte oder Bilder für ca. 50 bis 400 US-$, meist getrennt beauftragt. Das funktioniert, wenn du genau weißt, was du brauchst, und das Briefing selbst schreibst. Die Keyword-Recherche, die Abstimmung zwischen Texter und Fotograf und die Prüfung gegen Amazons Regeln bleiben dann bei dir. Frag vorher, für welchen Marktplatz recherchiert wird und ob die versteckten Suchbegriffe in Bytes gezählt werden. Wer da zögert, zählt Zeichen.
Amazon Listing Agentur: wann sie sich lohnt
Eine Agentur lohnt sich, wenn du ein großes Sortiment hast, keine eigene Zeit für Pflege und Werbung, und wenn jemand dauerhaft mitarbeiten soll: Positionen beobachten, Anzeigen steuern, Bewertungen im Blick behalten. Für ein einzelnes neues Produkt zahlst du dort viel für Abstimmung, Versand der Ware und Wartezeit. Rechne mit ca. 900 bis 3.500 € je Produkt für Bilder, Texte und A+ Content und mit meist zwei bis drei Wochen.
Diese Fragen stellst du jeder Amazon Listing Agentur, bevor du unterschreibst:
- Woher kommen eure Suchvolumen, für welchen Marktplatz und von wann?
- Zählt ihr die versteckten Suchbegriffe in Bytes, mit Umlauten doppelt?
- Wie viele Korrekturschleifen sind im Preis enthalten?
- Muss ich Ware schicken, und wer zahlt den Rückversand?
- Wer prüft nach dem Hochladen, ob die Keywords indexiert sind?
- Wem gehören Bilder und Texte nach dem Projekt?
Eine gute Agentur beantwortet alle sechs ohne Zögern. Wenn bei der ersten Frage nur „aus unserer Erfahrung“ kommt, weißt du, wie die Keywords entstehen.
Listimo: erstellen lassen, ohne zu warten
Du lädst ein Foto deines Produkts hoch, ein Handyfoto reicht, für Sets bis zu 6 Fotos. Oder du gibst die ASIN deines bestehenden Listings ein: Titel, Bulletpoints, Beschreibung und Hauptbild werden übernommen und neu aufgebaut. Vor jedem Text schaut Listimo in gemessene Daten deiner Nische, 290.602.782 Amazon-Suchanfragen pro Monat in 1.437 Nischen, dazu Lob, Kritik und Retourengründe aus echten Rezensionen.
Nische Sneaker, Kritikthema Nr. 1: „Gesamtgröße“. 44,9 % aller Kritik und 41,4 % aller Retouren drehen sich darum.
Listimo greift es in Bulletpoint 5 auf: „… misst jede ganze Größe einzeln und nennt die Innenlänge auf der Einlegesohle“. ✓ wörtlich belegt
Das bekommst du:
- Bilder in 10 Bildtypen: Hauptbild auf Reinweiß, Anwendung, Detail, Infografiken, Lifestyle, Maße. Form, Farbe und Etikett deines Produkts bleiben, wie sie sind.
- Alle Texte: Titel, Artikel-Highlights, 5 Bulletpoints, Beschreibung, versteckte Suchbegriffe und Kundenfragen für Amazons Einkaufs-KI Rufus. Jede Aussage der KI wird wörtlich gegen den Text geprüft.
- Auf Wunsch A+ Content: 5 Module mit 8 Bildern für 190 Credits oder Premium mit 7 Modulen und 11 Bildern für 255 Credits.
- Auf Wunsch ein Produktvideo: 15 Sekunden in 16:9 und 9:16, ab 560 Credits.
- Alles als ZIP, bereit für Seller Central.
Ein komplettes Listing mit allen Texten und 7 Bildern kostet 206 Credits. Die Pakete: Starter 900 Credits für 89 €, Business 2.200 Credits für 199 €, Pro 4.800 Credits für 399 €, Scale 10.000 Credits für 790 €, jeweils netto. Das sind je nach Paket 16,27 bis 20,37 € je Listing. Kein Abo, gekaufte Credits verfallen nicht, fehlgeschlagene Bilder kosten nichts. Den Preis siehst du vor jedem Start.
Los geht es im Amazon Listing Generator. Soll dein Listing auch in Frankreich oder Italien verkaufen, lies vorher Amazon Listing übersetzen. Und wie du ein fertiges Listing in der Suche nach vorn bringst, steht unter Amazon SEO.
Checkliste vor dem Bezahlen
Egal, wen du beauftragst, prüf das Ergebnis vor dem Hochladen:
- Titel höchstens 75 Zeichen, Haupt-Keyword vorn, kein Wort öfter als zweimal.
- Fünf Bulletpoints, jeder beantwortet eine andere Kauffrage.
- Versteckte Suchbegriffe unter 249 Bytes, ohne Wörter aus dem Titel und ohne Marken.
- Hauptbild auf reinem Weiß, ohne Text und Logo.
- Keine Heil-, Garantie- oder pauschalen Umweltaussagen.
- Nach dem Hochladen: die zehn wichtigsten Begriffe per ASIN-Test geprüft.
Titel, Bulletpoints, Hauptbild und verbotene Aussagen prüft der Listing-Check für dich, einmal am Tag gratis.
Häufige Fragen
Was kostet es, ein Amazon Listing erstellen zu lassen?
Bei Agenturen laut öffentlich einsehbaren Preislisten ca. 900 bis 3.500 € je Produkt mit Bildern und A+ Content, bei Freelancern ca. 50 bis 400 US-$ je Auftrag, meist nur Texte oder nur Bilder. Bei Listimo kostet ein komplettes Listing mit allen Texten und 7 Bildern rund 16 bis 20 € netto, mit A+ rund 31 bis 39 €.
Wie lange dauert es, ein Amazon Listing erstellen zu lassen?
Bei Agenturen meist zwei bis drei Wochen, bei Fotostudios 4 bis 14 Werktage nach Wareneingang. Listimo braucht wenige Minuten, ein Produktvideo 4 bis 10 Minuten.
Brauche ich eine eingetragene Marke, um ein Listing erstellen zu lassen?
Für Titel, Bulletpoints, Beschreibung und Bilder nicht. A+ Content setzt eine bei Amazon registrierte Marke voraus, also die Brand Registry.
Muss ich meine Ware verschicken?
Bei Agenturen und Fotostudios oft ja. Bei Listimo nicht: Ein gut beleuchtetes Handyfoto reicht, für Sets kannst du bis zu 6 Fotos hochladen.
Kann ich ein bestehendes Listing überarbeiten lassen?
Ja. Bei Listimo gibst du die ASIN ein, Titel, Bulletpoints, Beschreibung und Hauptbild werden übernommen und neu aufgebaut. Vorher zeigt dir der Listing-Check einmal am Tag gratis, wo dein Listing steht und welche Suchbegriffe fehlen.
Quellen
Preise anderer Anbieter: Spannen aus öffentlich einsehbaren Preislisten von Agenturen, Fotostudios und Freelancer-Plattformen, Stand 12. Oktober 2026, jeweils netto zzgl. MwSt., wenn nicht anders angegeben. Listimo-Preise: aktuelle Paketpreise, Stand 14. Oktober 2026.