Stand 14. Oktober 2026

Amazon Keywords finden Mit Suchvolumen statt Bauchgefühl.

Gute Amazon Keywords sind die Begriffe, die Käufer wirklich eintippen, in ihrer Schreibweise. Die findest du nicht im Wörterbuch und nicht im eigenen Kopf, sondern in Suchdaten. Hier steht, wie du sie sammelst, welche Zahlen du dazu brauchst, wohin jedes Keyword im Listing gehört und wie du die 249 Bytes der versteckten Suchbegriffe füllst.

291 Mio.
gemessene Amazon-Suchanfragen pro Monat
13.089
Suchbegriffe mit gemessenem Volumen
1.437
Nischen auf 7 Marktplätzen
249
Bytes für Backend Keywords

Listimo-Marktdaten: Stand September 2026. Amazon-Regeln: Stand 14. Oktober 2026.

In fünf Schritten zur Keyword-Liste

  • 1. Das Amazon-Suchfeld fragen. Tipp deinen Produkttyp ein und notiere die Vorschläge. Dann dasselbe mit jedem Buchstaben dahinter: „trinkflasche a“, „trinkflasche b“. Das sind echte Suchanfragen, nur ohne Zahlen.
  • 2. Seite 1 lesen. Welche Wörter führen die Titel der ersten Ergebnisse? Notier sie, Markennamen lässt du weg.
  • 3. Rezensionen lesen. Käufer beschreiben Produkte mit ihren eigenen Wörtern, und oft suchen sie auch so. Notier, was in Lob und Kritik immer wieder auftaucht.
  • 4. Suchvolumen dazuholen. Erst die Zahl zeigt dir, welcher Begriff 147.000 Suchen im Monat hat und welcher 40.
  • 5. Sortieren und streichen. Oben stehen Begriffe, die auf dein Produkt zutreffen und viel Volumen haben. Was nicht zutrifft, fliegt raus, egal wie groß die Zahl ist.

Synonyme musst du selbst sammeln. Amazon erkennt sie nicht automatisch: Wer „wasserflasche“ sucht, findet ein Listing, in dem nur „Trinkflasche“ steht, nicht sicher. Singular und Plural brauchst du dagegen nicht doppelt, die Wortformen erkennt Amazon selbst.

Suchvolumen: welche Zahlen du wirklich brauchst

Beispiel Nische „Trinkflasche“ auf amazon.de, gemessene Suchanfragen pro Monat:

SuchbegriffSuchanfragen pro Monat
trinkflasche147.036
trinkflasche kinder82.450
trinkflasche 1l44.622
trinkflasche edelstahl43.282
trinkflasche kohlensäure geeignet ★ Chance29.248

Was du aus so einer Tabelle liest:

  • Volumen allein reicht nicht. „trinkflasche kinder“ hat fast doppelt so viele Suchen wie „trinkflasche edelstahl“. Verkaufst du eine Edelstahlflasche für Erwachsene, ist der kleinere Begriff trotzdem der richtige. Ein Keyword, das nicht passt, holt Klicks ohne Käufe.
  • Lange Begriffe verkaufen oft besser. Wer „trinkflasche kohlensäure geeignet“ tippt, weiß genau, was er will. Amazon schreibt selbst, dass solche spezifischen Begriffe weniger Volumen haben, aber höhere Kaufraten haben können.
  • Lücken zählen mehr als Größe. ★ Chance heißt bei Listimo: viel Suchvolumen, aber fast kein Produkt auf Seite 1 führt den Begriff im Titel. Bei „kohlensäure geeignet“ waren es nur 3 Produkte. Trifft der Begriff auf dein Produkt zu, stehst du dort fast allein.

Dein Haupt-Keyword ist also nicht automatisch der größte Begriff der Nische, sondern der größte, der zu deinem Produkt passt. Er kommt nach vorn in den Titel.

Amazon Keyword Tool: was du wo bekommst

QuelleWas du bekommstWas fehlt
Amazon-Suchfeldechte Suchvorschläge, kostenloskeine Zahlen, keine Reihenfolge nach Volumen
Brand Analytics (mit Brand Registry)Search Query Performance für deine Marke, Top-Suchbegriffenur für eingetragene Marken, kein Abgleich mit deinem Listing
Product Opportunity Explorer (Seller Central)Nachfrage und Trends je Nischekein Abgleich mit deinem Listing
Recherche-Tools anderer AnbieterSuchvolumen, je nach Anbieter gemessen oder geschätztfrag nach Herkunft, Marktplatz und Stand der Zahlen
Listimogemessene Suchvolumen, Chance-Begriffe, Abgleich mit deinem Listing, fertige TexteKundenstimmen und Synonym-Daten bisher nur für amazon.de

Damit es fair bleibt: Gemessene Suchvolumen hat Listimo derzeit für amazon.de, .com, .co.uk, .fr, .it, .es und .nl. Auf den übrigen Marktplätzen arbeitet die KI mit deinen Produktangaben und den allgemeinen Amazon-Regeln.

Wohin welches Keyword gehört

Ein Wort muss nur einmal in deinen Daten stehen. Die Arbeit liegt darin, die wichtigsten Begriffe dorthin zu setzen, wo Käufer sie auch sehen.

FeldGrenzeWas hinein
Titel75 Zeichen inklusive LeerzeichenHaupt-Keyword mit dem meisten passenden Volumen, Variante, ein Merkmal
Artikel-Highlightsbis 125 ZeichenZweit-Keywords und Fakten: Material, Menge, Anwendung
Bulletpoints3 bis 5 Stück, je 10 bis 255 Zeichenweitere Begriffe in Käufersprache, natürlich eingebaut
Versteckte Suchbegriffe249 Bytes, konservativ 200Synonyme, Anwendungen, Zielgruppen, die sonst nirgends stehen
Attributeje FeldWerte für Filter: Material, Farbe, Größe, Zielgruppe

Wie du den Titel mit deinen Keywords baust, steht unter Amazon Titel optimieren. Warum die Produktbeschreibung keine Keyword-Liste ist, steht unter Amazon Produktbeschreibung. Alle Grenzwerte auf einen Blick findest du im Ratgeber Amazon-Listing optimieren.

Amazon Backend Keywords: 249 Bytes richtig füllen

Das Feld „Allgemeine Schlüsselwörter“ sieht kein Käufer, Amazon liest es trotzdem. Bei der Grenze widerspricht sich Amazon selbst: 250 Bytes im US-Verkäuferforum, 249 im europäischen Forum, 200 in einer Antwort zum Flatfile-Fehler 97779. Was bei einer Überschreitung passiert, sagt Amazon nicht. Wer unter 200 Bytes bleibt, muss die Frage nie klären. Mit 5 % Sicherheitsabstand passen dort rund 16 bis 17 deutsche Suchbegriffe hinein.

Bytes sind nicht Zeichen. a bis z, Ziffern und Leerzeichen kosten je 1 Byte, ä, ö, ü und ß je 2 Bytes. „getränkebehälter“ hat 16 Zeichen, aber 18 Bytes. Ein normaler Zeichenzähler zeigt dir das nicht.

So füllst du das Feld:

  • Nur Leerzeichen als Trenner, keine Kommas. Die Reihenfolge ist egal, Kleinschreibung reicht.
  • Nichts, was schon in Titel, Highlights oder Bulletpoints steht. Das kostet nur Bytes.
  • Singular oder Plural, nicht beides. Keine absichtlichen Tippfehler, die fängt Amazon selbst ab.
  • Keine Markennamen, auch nicht die eigene, die steht im Feld „Marke“. Keine ASINs, kein „amazon“, keine Wertungen wie „beste“ oder „günstig“.
  • Nur Begriffe, die zu deinem Produkt passen. Falsche Begriffe holen Klicks ohne Käufe und drücken deine Kaufrate.

Beispiel aus einem Listimo-Listing für eine isolierte Edelstahl-Trinkflasche, 148 von 249 Bytes:

isolierflasche sportflasche wasserflasche edelstahlflasche vakuumflasche getränkebehälter wandern camping schule reisen sprudel outdoor arbeitsweg

Der häufigste teure Fehler: Seller Central überschreibt beim Speichern das komplette Feld, eine Versionshistorie gibt es nicht. Sichere den alten Inhalt mit Datum, bevor du etwas änderst, und tausch Begriffe in Blöcken statt alles auf einmal. Die ganze Herleitung steht in der Lektion Beschreibung und Backend-Keywords.

Prüfen, ob Amazon deine Keywords findet

Ein Keyword im Feld heißt noch nicht, dass Amazon dich dafür zeigt. Ein bis drei Tage nach dem Speichern machst du den ASIN-Test: ASIN und Begriff zusammen ins Suchfeld, etwa „B0XXXXXXXX wasserflasche“. Erscheint dein Produkt, ist der Begriff im Index. Prüf so deine zehn wichtigsten Begriffe und schreib das Ergebnis mit Datum auf.

Indexiert heißt aber nicht vorn. Wo du für einen Begriff stehst, hängt an Klicks und Käufen über genau diese Suche. Wie du daran arbeitest, steht unter Amazon SEO und in der Lektion Amazon-Ranking verstehen.

So findet Listimo deine Keywords

Listimo schaut vor jedem Text in gemessene Daten deiner Nische: Suchbegriffe mit Volumen, bis zu 60 Nebenbegriffe mit Chancen-Markierung, die Titelmuster der Seite-1-Produkte und die Kritik- und Retourenthemen aus echten Rezensionen. Daraus entstehen Titel, Highlights, Bulletpoints und versteckte Suchbegriffe, Amazons Grenzen eingerechnet, Umlaute als 2 Bytes gezählt. Die KI begründet jede Platzierung, und Listimo prüft jede Begründung wörtlich gegen den Text. Was sich nicht belegen lässt, wird gelöscht.

Für ein bestehendes Listing zeigt dir der Listing-Check die gefragten Begriffe, die fehlen, und wie viele Suchanfragen dadurch im Monat an dir vorbeilaufen. Einmal am Tag gratis, ohne Anmeldung. Bytes nachzählen kannst du auch ohne Konto mit dem Amazon Byte-Zähler. Im Werkzeugkasten deines Kontos räumt der Byte-Zähler dein Backend kostenlos von Dubletten, Marken und Ballast frei, und der Index- und Positionsprüfer sagt dir für 10 Credits bei bis zu 10 Begriffen, ob und wo Amazon dich findet.

Neue Texte mit den passenden Begriffen schreibt der Amazon Listing Generator für 66 Credits. Wer erst die Nische verstehen will: Die Nischen-Seiten zeigen für 219 Nischen Suchvolumen, Preise, Saison und was Käufer loben und kritisieren.

Häufige Fragen

Wie finde ich Amazon Keywords kostenlos?

Über die Vorschläge im Amazon-Suchfeld, die Titel der Seite-1-Produkte und die Rezensionen deiner Nische. Was dir dabei fehlt, ist das Suchvolumen. Der Listimo Listing-Check zeigt dir einmal am Tag gratis, welche gemessenen Suchbegriffe in deinem Listing fehlen.

Wie viele Backend Keywords darf ich bei Amazon eintragen?

Es gibt keine Wortzahl, sondern eine Byte-Grenze: 249 Bytes laut Amazon im europäischen Forum, an anderer Stelle nennt Amazon 250 und 200. Unter 200 Bytes bist du auf der sicheren Seite. Das sind rund 16 bis 17 deutsche Suchbegriffe.

Darf ich Marken der Konkurrenz als Keywords nutzen?

Nein. Fremde Marken gehören weder in die versteckten Suchbegriffe noch in den Titel, das ist ein Verstoß gegen Amazons Richtlinien. Auch deine eigene Marke trägst du dort nicht ein, sie steht schon im Feld „Marke“.

Muss ich Singular und Plural eintragen?

Nein. Amazon schreibt in seinen Vorgaben, dass eine der beiden Formen reicht. Jede doppelte Form kostet Bytes, die einem echten Synonym fehlen.

Wie oft sollte ich meine Keywords prüfen?

Nach jeder Änderung einmal per ASIN-Test, sonst einmal im Quartal komplett. Sofort, wenn Amazon deinen Titel gekürzt hat: Dann können Begriffe weggefallen sein, die vorher nur dort standen.

Kostenlos ausprobieren

Prüf zuerst dein bestehendes Listing: Der Listing-Check zeigt dir einen Score von 0 bis 100, die fehlenden Suchbegriffe und deine größten Baustellen. Ohne Anmeldung, einmal am Tag gratis.

Zum Start bekommst du 180 Gratis-Credits, ohne Kreditkarte: genug für dein erstes Listing mit allen Texten und 5 Bildern. Kein Abo.