In fünf Schritten zur Keyword-Liste
- 1. Das Amazon-Suchfeld fragen. Tipp deinen Produkttyp ein und notiere die Vorschläge. Dann dasselbe mit jedem Buchstaben dahinter: „trinkflasche a“, „trinkflasche b“. Das sind echte Suchanfragen, nur ohne Zahlen.
- 2. Seite 1 lesen. Welche Wörter führen die Titel der ersten Ergebnisse? Notier sie, Markennamen lässt du weg.
- 3. Rezensionen lesen. Käufer beschreiben Produkte mit ihren eigenen Wörtern, und oft suchen sie auch so. Notier, was in Lob und Kritik immer wieder auftaucht.
- 4. Suchvolumen dazuholen. Erst die Zahl zeigt dir, welcher Begriff 147.000 Suchen im Monat hat und welcher 40.
- 5. Sortieren und streichen. Oben stehen Begriffe, die auf dein Produkt zutreffen und viel Volumen haben. Was nicht zutrifft, fliegt raus, egal wie groß die Zahl ist.
Synonyme musst du selbst sammeln. Amazon erkennt sie nicht automatisch: Wer „wasserflasche“ sucht, findet ein Listing, in dem nur „Trinkflasche“ steht, nicht sicher. Singular und Plural brauchst du dagegen nicht doppelt, die Wortformen erkennt Amazon selbst.
Suchvolumen: welche Zahlen du wirklich brauchst
Beispiel Nische „Trinkflasche“ auf amazon.de, gemessene Suchanfragen pro Monat:
| Suchbegriff | Suchanfragen pro Monat |
|---|---|
| trinkflasche | 147.036 |
| trinkflasche kinder | 82.450 |
| trinkflasche 1l | 44.622 |
| trinkflasche edelstahl | 43.282 |
| trinkflasche kohlensäure geeignet ★ Chance | 29.248 |
Was du aus so einer Tabelle liest:
- Volumen allein reicht nicht. „trinkflasche kinder“ hat fast doppelt so viele Suchen wie „trinkflasche edelstahl“. Verkaufst du eine Edelstahlflasche für Erwachsene, ist der kleinere Begriff trotzdem der richtige. Ein Keyword, das nicht passt, holt Klicks ohne Käufe.
- Lange Begriffe verkaufen oft besser. Wer „trinkflasche kohlensäure geeignet“ tippt, weiß genau, was er will. Amazon schreibt selbst, dass solche spezifischen Begriffe weniger Volumen haben, aber höhere Kaufraten haben können.
- Lücken zählen mehr als Größe. ★ Chance heißt bei Listimo: viel Suchvolumen, aber fast kein Produkt auf Seite 1 führt den Begriff im Titel. Bei „kohlensäure geeignet“ waren es nur 3 Produkte. Trifft der Begriff auf dein Produkt zu, stehst du dort fast allein.
Dein Haupt-Keyword ist also nicht automatisch der größte Begriff der Nische, sondern der größte, der zu deinem Produkt passt. Er kommt nach vorn in den Titel.
Amazon Keyword Tool: was du wo bekommst
| Quelle | Was du bekommst | Was fehlt |
|---|---|---|
| Amazon-Suchfeld | echte Suchvorschläge, kostenlos | keine Zahlen, keine Reihenfolge nach Volumen |
| Brand Analytics (mit Brand Registry) | Search Query Performance für deine Marke, Top-Suchbegriffe | nur für eingetragene Marken, kein Abgleich mit deinem Listing |
| Product Opportunity Explorer (Seller Central) | Nachfrage und Trends je Nische | kein Abgleich mit deinem Listing |
| Recherche-Tools anderer Anbieter | Suchvolumen, je nach Anbieter gemessen oder geschätzt | frag nach Herkunft, Marktplatz und Stand der Zahlen |
| Listimo | gemessene Suchvolumen, Chance-Begriffe, Abgleich mit deinem Listing, fertige Texte | Kundenstimmen und Synonym-Daten bisher nur für amazon.de |
Damit es fair bleibt: Gemessene Suchvolumen hat Listimo derzeit für amazon.de, .com, .co.uk, .fr, .it, .es und .nl. Auf den übrigen Marktplätzen arbeitet die KI mit deinen Produktangaben und den allgemeinen Amazon-Regeln.
Wohin welches Keyword gehört
Ein Wort muss nur einmal in deinen Daten stehen. Die Arbeit liegt darin, die wichtigsten Begriffe dorthin zu setzen, wo Käufer sie auch sehen.
| Feld | Grenze | Was hinein |
|---|---|---|
| Titel | 75 Zeichen inklusive Leerzeichen | Haupt-Keyword mit dem meisten passenden Volumen, Variante, ein Merkmal |
| Artikel-Highlights | bis 125 Zeichen | Zweit-Keywords und Fakten: Material, Menge, Anwendung |
| Bulletpoints | 3 bis 5 Stück, je 10 bis 255 Zeichen | weitere Begriffe in Käufersprache, natürlich eingebaut |
| Versteckte Suchbegriffe | 249 Bytes, konservativ 200 | Synonyme, Anwendungen, Zielgruppen, die sonst nirgends stehen |
| Attribute | je Feld | Werte für Filter: Material, Farbe, Größe, Zielgruppe |
Wie du den Titel mit deinen Keywords baust, steht unter Amazon Titel optimieren. Warum die Produktbeschreibung keine Keyword-Liste ist, steht unter Amazon Produktbeschreibung. Alle Grenzwerte auf einen Blick findest du im Ratgeber Amazon-Listing optimieren.
Amazon Backend Keywords: 249 Bytes richtig füllen
Das Feld „Allgemeine Schlüsselwörter“ sieht kein Käufer, Amazon liest es trotzdem. Bei der Grenze widerspricht sich Amazon selbst: 250 Bytes im US-Verkäuferforum, 249 im europäischen Forum, 200 in einer Antwort zum Flatfile-Fehler 97779. Was bei einer Überschreitung passiert, sagt Amazon nicht. Wer unter 200 Bytes bleibt, muss die Frage nie klären. Mit 5 % Sicherheitsabstand passen dort rund 16 bis 17 deutsche Suchbegriffe hinein.
Bytes sind nicht Zeichen. a bis z, Ziffern und Leerzeichen kosten je 1 Byte, ä, ö, ü und ß je 2 Bytes. „getränkebehälter“ hat 16 Zeichen, aber 18 Bytes. Ein normaler Zeichenzähler zeigt dir das nicht.
So füllst du das Feld:
- Nur Leerzeichen als Trenner, keine Kommas. Die Reihenfolge ist egal, Kleinschreibung reicht.
- Nichts, was schon in Titel, Highlights oder Bulletpoints steht. Das kostet nur Bytes.
- Singular oder Plural, nicht beides. Keine absichtlichen Tippfehler, die fängt Amazon selbst ab.
- Keine Markennamen, auch nicht die eigene, die steht im Feld „Marke“. Keine ASINs, kein „amazon“, keine Wertungen wie „beste“ oder „günstig“.
- Nur Begriffe, die zu deinem Produkt passen. Falsche Begriffe holen Klicks ohne Käufe und drücken deine Kaufrate.
Beispiel aus einem Listimo-Listing für eine isolierte Edelstahl-Trinkflasche, 148 von 249 Bytes:
isolierflasche sportflasche wasserflasche edelstahlflasche vakuumflasche getränkebehälter wandern camping schule reisen sprudel outdoor arbeitsweg
Der häufigste teure Fehler: Seller Central überschreibt beim Speichern das komplette Feld, eine Versionshistorie gibt es nicht. Sichere den alten Inhalt mit Datum, bevor du etwas änderst, und tausch Begriffe in Blöcken statt alles auf einmal. Die ganze Herleitung steht in der Lektion Beschreibung und Backend-Keywords.
Prüfen, ob Amazon deine Keywords findet
Ein Keyword im Feld heißt noch nicht, dass Amazon dich dafür zeigt. Ein bis drei Tage nach dem Speichern machst du den ASIN-Test: ASIN und Begriff zusammen ins Suchfeld, etwa „B0XXXXXXXX wasserflasche“. Erscheint dein Produkt, ist der Begriff im Index. Prüf so deine zehn wichtigsten Begriffe und schreib das Ergebnis mit Datum auf.
Indexiert heißt aber nicht vorn. Wo du für einen Begriff stehst, hängt an Klicks und Käufen über genau diese Suche. Wie du daran arbeitest, steht unter Amazon SEO und in der Lektion Amazon-Ranking verstehen.
So findet Listimo deine Keywords
Listimo schaut vor jedem Text in gemessene Daten deiner Nische: Suchbegriffe mit Volumen, bis zu 60 Nebenbegriffe mit Chancen-Markierung, die Titelmuster der Seite-1-Produkte und die Kritik- und Retourenthemen aus echten Rezensionen. Daraus entstehen Titel, Highlights, Bulletpoints und versteckte Suchbegriffe, Amazons Grenzen eingerechnet, Umlaute als 2 Bytes gezählt. Die KI begründet jede Platzierung, und Listimo prüft jede Begründung wörtlich gegen den Text. Was sich nicht belegen lässt, wird gelöscht.
Für ein bestehendes Listing zeigt dir der Listing-Check die gefragten Begriffe, die fehlen, und wie viele Suchanfragen dadurch im Monat an dir vorbeilaufen. Einmal am Tag gratis, ohne Anmeldung. Bytes nachzählen kannst du auch ohne Konto mit dem Amazon Byte-Zähler. Im Werkzeugkasten deines Kontos räumt der Byte-Zähler dein Backend kostenlos von Dubletten, Marken und Ballast frei, und der Index- und Positionsprüfer sagt dir für 10 Credits bei bis zu 10 Begriffen, ob und wo Amazon dich findet.
Neue Texte mit den passenden Begriffen schreibt der Amazon Listing Generator für 66 Credits. Wer erst die Nische verstehen will: Die Nischen-Seiten zeigen für 219 Nischen Suchvolumen, Preise, Saison und was Käufer loben und kritisieren.
Häufige Fragen
Wie finde ich Amazon Keywords kostenlos?
Über die Vorschläge im Amazon-Suchfeld, die Titel der Seite-1-Produkte und die Rezensionen deiner Nische. Was dir dabei fehlt, ist das Suchvolumen. Der Listimo Listing-Check zeigt dir einmal am Tag gratis, welche gemessenen Suchbegriffe in deinem Listing fehlen.
Wie viele Backend Keywords darf ich bei Amazon eintragen?
Es gibt keine Wortzahl, sondern eine Byte-Grenze: 249 Bytes laut Amazon im europäischen Forum, an anderer Stelle nennt Amazon 250 und 200. Unter 200 Bytes bist du auf der sicheren Seite. Das sind rund 16 bis 17 deutsche Suchbegriffe.
Darf ich Marken der Konkurrenz als Keywords nutzen?
Nein. Fremde Marken gehören weder in die versteckten Suchbegriffe noch in den Titel, das ist ein Verstoß gegen Amazons Richtlinien. Auch deine eigene Marke trägst du dort nicht ein, sie steht schon im Feld „Marke“.
Muss ich Singular und Plural eintragen?
Nein. Amazon schreibt in seinen Vorgaben, dass eine der beiden Formen reicht. Jede doppelte Form kostet Bytes, die einem echten Synonym fehlen.
Wie oft sollte ich meine Keywords prüfen?
Nach jeder Änderung einmal per ASIN-Test, sonst einmal im Quartal komplett. Sofort, wenn Amazon deinen Titel gekürzt hat: Dann können Begriffe weggefallen sein, die vorher nur dort standen.
Quellen
Stand der Amazon-Angaben: 14. Oktober 2026. Listimo-Marktdaten: Stand 09/2026, Erhebung des Beispiels Trinkflasche am 28.09.2026.
- Amazon Sell Blog: Amazon SEO, 7 Wege zu besseren Rankings
- Amazon Seller Central (EU-Forum): Allgemeine Schlüsselwörter, 249 Bytes
- Amazon Seller Central (US-Forum): Quick Tip Search Terms, 250 Bytes
- Amazon Seller Central (US-Forum): Zeichengrenze für Suchbegriffe, 200 Bytes
- Amazon Seller Central: Suchbegriffe richtig eintragen (deutscher Wortlaut der Vorgaben)