Stand 31. Oktober 2026

KI-Bilder kennzeichnen Ist dein Bild für Amazon richtig markiert?

Amazon verlangt für Bilder mit fotorealistischen KI-Personen ein Stichwort in der Bilddatei, und seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten der KI-Verordnung. Zieh dein Bild in die Prüfung: Sie liest die Metadaten und zeigt, ob es als KI-erzeugt gekennzeichnet ist und ob Amazons Stichwort drinsteht. Dein Bild verlässt den Browser nicht.

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Ist dein Bild als KI-Bild gekennzeichnet?

Listimo kennzeichnet jedes KI-Bild, das es für dich erstellt, schon in der Datei: KI-Herkunft nach IPTC, KI-Personen zusätzlich mit Amazons Stichwort. Kostenloses Konto anlegen

Die Prüfung läuft in deinem Browser. Deine Bilder werden nicht hochgeladen oder gespeichert.

Was die Prüfung liest

Ein Bild kann auf drei Arten als KI-Bild gekennzeichnet sein, alle drei stehen in den Metadaten der Datei. Die Prüfung liest sie und sucht dazu nach Spuren, die manche KI-Werkzeuge hinterlassen.

KennzeichenWo es in der Datei stehtWer es verlangt oder liest
KI-Herkunft nach IPTCXMP-Feld DigitalSourceType mit trainedAlgorithmicMedia (ganz von KI) oder compositeWithTrainedAlgorithmicMedia (mit KI bearbeitet)Google Merchant Center verlangt es für KI-Bilder. Listimo schreibt es in jede KI-Datei.
Amazons Stichwort für KI-PersonenXMP-Feld dc:subject mit contains-synthetic-performerAmazon, für Bilder und Videos mit fotorealistischen KI-Personen
Herkunftsnachweis C2PA (Content Credentials)eigener Datenblock in JPEG, PNG, WebP, AVIF oder HEICManche KI-Werkzeuge und Kameras schreiben ihn. Die Prüfung erkennt ihn, prüft aber nicht seine Signatur.
Spuren von KI-WerkzeugenEXIF-Feld Software oder Bildbeschreibung, PNG-Textfelder mit PromptKeine Kennzeichnung im Sinne der Regeln, nur ein Hinweis

Was Amazon verlangt

Amazon hat im Verkäuferforum angekündigt: Bilder und Videos mit fotorealistischen KI-generierten Personen bekommen das Stichwort contains-synthetic-performer im XMP-Feld dc:subject, und zwar bevor du sie zu Angeboten und A+ Inhalten hinzufügst. Das gilt in allen Amazon-Stores weltweit. Ist das Stichwort gesetzt, blendet Amazon gegebenenfalls einen Hinweis für Kunden ein.

Nicht kennzeichnen musst du laut Amazon Bilder und Videos, die

  • nur echte Personen zeigen, auch wenn sie mit KI-Werkzeugen bearbeitet wurden,
  • nur Figuren aus kreativen Werken zeigen,
  • keine Personen oder keine fotorealistischen Personen zeigen.

Ein Satz in Bulletpoints, Beschreibung oder A+ ersetzt die Kennzeichnung in der Datei nicht, schreibt der Händlerbund. Das Hauptbild zeigt ein echtes Produktfoto auf Weiß ohne Text; fotorealistische KI-Szenen gehören in die weiteren Bilder. Welche Bildregeln sonst gelten, prüft die Seite Amazon Bildanforderungen.

Was die KI-Verordnung verlangt

Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der EU-KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689). Für KI-Bilder sind zwei Absätze wichtig:

  • Anbieter von KI-Systemen (Art. 50 Abs. 2) kennzeichnen erzeugte Bilder maschinenlesbar als künstlich erzeugt. Das betrifft die Werkzeuge, mit denen du Bilder erzeugst, Listimo eingeschlossen.
  • Wer KI-Bilder einsetzt (Art. 50 Abs. 4), legt offen, wenn ein Bild ein Deepfake ist: ein KI-Bild, das realen Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähnelt und fälschlich als echt erscheinen würde (Art. 3 Nr. 60). Bei Werbebildern trifft das den Händler.

Ob eine fotorealistische KI-Szene mit deinem Produkt darunter fällt, ist gerichtlich nicht geklärt. Der Händlerbund zählt KI-Models und scheinbar echte Szenen dazu, Retusche, Farbkorrektur und Freistellen in der Regel nicht. Unabhängig von jeder Kennzeichnung muss das Bild dein Produkt so zeigen, wie es geliefert wird, sonst droht der Vorwurf der Irreführung nach § 5 UWG.

Verstöße gegen Art. 50 können mit bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden (Art. 99 Abs. 4), für kleine und mittlere Unternehmen gilt jeweils der niedrigere Betrag (Art. 99 Abs. 6).

Diese Seite fasst die Quellen unten zusammen und ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragst du eine Anwältin oder einen Anwalt.

So kennzeichnest du ein Bild

  1. KI-Herkunft eintragen. Mit dem kostenlosen Programm exiftool: exiftool -XMP-iptcExt:DigitalSourceType=http://cv.iptc.org/newscodes/digitalsourcetype/trainedAlgorithmicMedia bild.jpg. Für ein echtes Foto mit KI-Teilen nimmst du compositeWithTrainedAlgorithmicMedia.
  2. KI-Personen markieren. Zeigt das Bild eine fotorealistische KI-Person, kommt Amazons Stichwort dazu: exiftool -XMP-dc:Subject+=contains-synthetic-performer bild.jpg.
  3. Danach nicht neu speichern. Bildbearbeitung, Komprimieren und Screenshots werfen die Metadaten oft weg. Kennzeichne deshalb erst die fertige Datei.
  4. Prüfen. Zieh die Datei oben in die Prüfung, bevor du sie bei Amazon hochlädst.

Kann ein Bild als Deepfake gelten, empfiehlt der Händlerbund zusätzlich einen sichtbaren Hinweis direkt im Bild, etwa „KI-generiert“. Im Hauptbild ist Text nicht erlaubt, solche Szenen gehören deshalb in die weiteren Bilder.

So kennzeichnet Listimo

Listimo ist Anbieter eines KI-Systems und kennzeichnet seine Ausgaben deshalb selbst. Jedes KI-Bild und jedes KI-Video, das du aus Listimo herunterlädst oder zu Amazon überträgst, trägt in der Datei die KI-Herkunft nach IPTC: trainedAlgorithmicMedia, bei einem Foto mit KI-Teilen compositeWithTrainedAlgorithmicMedia. Zeigt ein Bild eine KI-Person, setzt Listimo zusätzlich Amazons Stichwort contains-synthetic-performer.

Die Kennzeichnung kommt nach dem letzten Bearbeitungsschritt in die Datei, damit sie im ZIP und bei der Übertragung erhalten bleibt. Deine eigenen Fotos bleiben unmarkiert. Auch die KI-Bilder auf dieser Website sind so gekennzeichnet: Das erste Beispiel oben ist eines davon.

Was die Prüfung kann und was nicht

Die Prüfung liest nur, was in der Datei steht. Sie erkennt ein KI-Bild nicht an den Bildpunkten, und unsichtbare Wasserzeichen, die manche Anbieter in die Pixel einbetten, kann sie nicht lesen. Einen C2PA-Nachweis erkennt sie, prüft aber nicht, ob seine Signatur gültig ist.

Fehlt jede Kennzeichnung, heißt das deshalb nur: In der Datei steht nichts. Ob dein Bild gekennzeichnet werden muss, hängt davon ab, wie es entstanden ist und was es zeigt.

Häufige Fragen

Muss ich KI-Bilder bei Amazon kennzeichnen?

Amazon verlangt die Kennzeichnung für Bilder und Videos mit fotorealistischen KI-generierten Personen: das Stichwort contains-synthetic-performer im XMP-Feld dc:subject, gesetzt vor dem Hochladen. Nach der KI-Verordnung legst du zusätzlich offen, wenn ein Bild als Deepfake gelten kann. Bilder ohne Personen verlangt Amazon nicht gekennzeichnet.

Was bedeutet contains-synthetic-performer?

Das ist das Stichwort, an dem Amazon KI-Personen in Bildern und Videos erkennt. Es steht in den Metadaten der Datei im Feld dc:subject (XMP). Ist es gesetzt, blendet Amazon gegebenenfalls einen Hinweis für Kunden ein.

Reicht ein Hinweis in der Produktbeschreibung?

Für Amazon nicht: Das Stichwort muss in der Bilddatei stehen. Ein Satz in Bulletpoints, Beschreibung oder A+ ersetzt es laut Händlerbund nicht.

Ab wann gilt die Kennzeichnungspflicht für KI-Bilder?

Die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der KI-Verordnung gelten seit dem 2. August 2026. Amazons Regel für KI-Personen gilt seit ihrer Ankündigung im Sommer 2026 in allen Stores.

Werden meine Bilder hochgeladen?

Nein. Die Prüfung liest die Datei in deinem Browser. Nichts wird gesendet oder gespeichert.

Erkennt die Prüfung jedes KI-Bild?

Nein. Sie liest die Kennzeichnung in den Metadaten. Wurde die entfernt, etwa durch einen Screenshot oder erneutes Speichern, findet sie nichts, auch wenn das Bild von einer KI stammt.

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Bilder, die schon gekennzeichnet sind

Listimo erstellt aus einem Produktfoto bis zu 10 Amazon-Bilder. Jedes KI-Bild trägt die KI-Herkunft in der Datei, KI-Personen zusätzlich Amazons Stichwort.

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